Handchirurgie bei Dr. Chichakli

Schnellender Finger – Schnappfinger – Springfinger – TVS

Beim schnellenden Finger (Tendovaginitis stenosans) ist durch eine Sehnenverdickung und das Anschwellen der Sehnenscheide das Gleiten der Beugesehne durch das Ringband im Bereich der Fingergrundgelenke eingeschränkt. Dies führt zu einer schmerzhaften Bewegungseinschränkung. Als Folge kann der Finger beim Strecken noch in der Beugestellung „einrasten“ und anschließend plötzlich „vorschnalzen“. Im fortgeschrittenen Stadium kann der Finger nicht mehr eigenständig aus der gebeugten Stellung gestreckt werden.

Das Ringband wird beim Eingriff durchtrennt und die Sehne kann wieder ungehindert gleiten.

Ganglion

Ein Ganglion – im Volksmund auch als Überbein bezeichnet – ist eine mit Gelenksflüssigkeit gefüllte gutartige Geschwulstbildung im Bereich einer Gelenkkapsel oder einer oberflächlichen Sehne. Sie entstehen oft im Bereich des Handgelenks, zumeist am Handrücken, seltener an der Handgelenksvorderseite. Ganglien können aber auch im Bereich der Beugesehnen der Finger oder über einem Fingergelenk auftreten. Oft verursachen Ganglien keine Beschwerden und verschwinden von selbst. Die Schwellung kann aber sowohl kosmetisch, als auch bei der Bewegung als störend empfunden werden und durch Reizung der Gelenksnerven auch schmerzhaft sein. In diesen Fällen ist eine Operation angeraten.

Bei einem Eingriff wird das Ganglion mit samt seinem Stiel an der Gelenkkapsel oder Sehnenscheide entfernt.

Sulcus-ulnaris-Syndrom – Kubitaltunnelsyndrom

Der Nervus ulnaris („Ellennerv“, umgangssprachlich als „närrisches Bein“ bekannt) verläuft im Bereich des Ellbogens und des Handgelenkes. Eine Einengung dieses Nerves macht sich anfangs durch Taubheitsgefühl und Kribbeln im kleinen Finger, der äußeren Seite des Ringfingers und dem angrenzenden Handtellerbereiches bemerkbar macht. In weiterer Folge kann es zur Kraftminderung und Lähmungen in der Hand kommen bis hin zu Muskelschwund (Atrophie) an der Mittelhand. Der kleine Finger und der Ringfinger geraten in Beugestellung und das Spreizen der Finger ist erschwert (Klauen- bzw. Krallenhand).

Mit einem chirurgischen Eingriff wird der eingeengte Nerv gelöst und somit die Beschwerden behoben.

Karpaltunnelsyndrom – CTS

Das Karpaltunnelsyndrom wird durch eine Einklemmung (Kompression) des Mittelnervs (Nervus medianus) im Bereich der Handwurzel (Handgelenkskanal – Karpalttunnel) verursacht. Sie zählt zu den häufigsten Nervenkompressionssyndromen und tritt meist auf beiden Händen auf.

Die Erkrankung beginnt meist mit einem Kribbeln im Daumen-, Zeige- und Mittelfinger. Typisches Symptom beim Karpaltunnelsyndrom ist das nächtliche „Einschlafen“ einer oder beider Hände.

Es kommt zu einem Taubheitsgefühl und Schmerzen im Bereich dieser Finger bis hin zur Einschränkung der Feinmotorik und Kraftminderung.

Im fortgeschrittenen Stadium ist ein Schwinden der Daumenballenmuskulatur (Atrophie) zu verzeichnen.

Bei einem Eingriff wird ein derbes bindegewebsartiges Band (Retinaculum flexorum) im Handballenbereich durchtrennt und der Nerv entlastet.

Dupuytrensche Kontraktur: operativ oder Spritze

Die Dupuytrensche Kontraktur – benannt nach dem Pariser Anatomen Dupuytren – ist eine gutartige Erkrankung des Bindegewebes der Handinnenfläche. Bedingt durch eine vermehrte Bildung von Kollagen, kommt es zur Entstehung von gutartigen, knotigen und strangförmigen Bindegewebe, welche das Strecken der Langfinger und des Daumens erschweren oder verhindern kann. Mit der Zeit kommt es zum Einziehen der Finger.

Beim Eingriff werden die bindegewebigen Strukturen entfernt, Fingernerven und Blutgefäße werden von außen „gesäubert“. In ausgeprägten Fällen ist eine ergotherapeutische Nachbehandlung (Fingergymnastik und Narbenbehandlung) sinnvoll.

Eine neue Behandlungsmethode bietet eine einfache Injektionstherapie. Ein gewebeauflösendes Enzym (Eiweiß) wird in den knotigen Strang injiziert, dies kann die Bindegewebsfasern auflösen.

Kosten der Handchirurgie

Bereich Kosten in €
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Dr. univ. med. Najib Chichakli
Facharzt für Plastische und Rekonstruktive Chirurgie, Ästhetische Medizin

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